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Alte Musik

Der Begriff “Alte Musik” fasst die verschiedenen europäischen Musikstile aus Mittelalter, Renaissance und Barock bis ca. 1750 zusammen.

Unsere Pädagoginnen und Pädagogen lehren nicht nur das Spiel auf Instrumenten originaler Bauweise, sondern geben darüber hinaus Einblick in die Musikgeschichte und Instrumentenkunde sowie in die historische Spielweise und Aufführungspraxis.

Durch andere Bogen- und Anschlagstechniken, spezielle Artikulationsformen, die Kenntnis historischer Tanzformen, das Generalbassspiel oder auch die Kunst des Improvisierens und Verzierens entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein lebendiges Klangbild der alten Werke.

Ebenso bietet die Städtische Sing- und Musikschule projektweise Kammermusik sowie die Vorbereitung auf den Wettbewerb “Jugend musiziert” in der Kategorie Ensemble “Alte Musik” an.

 

Die Barockoboe war bis Ende des 18. Jahrhunderts ein ausdrucksstarkes Solo- und  Orchesterinstrument. Der Dulzian, ein frühes Fagott, wurde vom 16. bis zum frühen 18. Jahrhundert in verschiedenen Größen gespielt, vom Alt- bis zum Kontrabassdulzian.

Beide Doppelrohrblattinstrumente sind  gleichermaßen für Blockflötisten wie für  Oboisten erlernbar.

Das sechs/sieben-saitige Streichinstrument mit Bünden war im Ensemble ebenso beliebt wie als Soloinstrument.
Der Beginn mit der Diskantgambe oder -fidel ist mit ca. 6 Jahren möglich. Nach ca. vier  Unterrichtsjahren kann dann auf die Tenor- oder Bassgambe gewechselt werden.

Die Gambe ist auch als Zusatzinstrument  zu anderen Streichinstrumenten wählbar.

Das Barockcello unterscheidet sich vom  heutigen Violoncello vor allem durch seine  Besaitung mit Darmsaiten, den anders  geschnittenen Bogen und das Spiel ohne  Stachel. Dies kommt der authentischen  Interpretation der mannigfaltigen Barockliteratur und dem Generalbass-Spiel entgegen.

Das Spiel auf dem Barockcello empfiehlt  sich  in erster Linie als Zusatzausbildung für  fortgeschrittene Violoncello-Schülerinnen  und -Schüler.

KB_AlteMusik02_kleinDie Laute spielte als Zupfinstrument in der Renaissance und dem Barock eine herausragende Rolle.  Als Solo- und Continuo instrument als auch zur Liedbegleitung.

Für Anfängerinnen und Anfänger eignen sich sehr gut die kleineren Formen der Renaissancelaute. Die  größere Theorbe (das Generalbass- und quasi Orchesterinstrument dieser Zeit) kann von Schülerinnen und Schülern mit Gitarrenvorbildung relativ rasch erlernt werden.

Siehe “Fachbereich Blockflöte”.

Das Cembalo ist das Klavier, auf dem Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und der kleine Wolfgang Amadeus Mozart musizierten.

Durch seine Leichtigkeit und Brillanz macht es auch kleinen Fingern Spaß, darauf zu  spielen und lädt neben der umfangreichen Sololiteratur auch zum Improvisieren und zur Generalbass-Begleitung ein. Das Cembalo kann als Hauptfach- oder als  Ergänzungsinstrument zum Klavierunterricht gewählt werden.