Hackbrett | Zither | Harfe

Das Hackbrett, die Zither und die Harfe zählen zur Gruppe der Saiteninstrumente und zu der Untergruppe der Zupfinstrumente. Alle drei Instrumente werden an der Städtischen Sing- und Musikschule unterrichtet.

Als Voraussetzung  für den Instrumentalunterricht gilt eine vorhergehende Musikalische Grundausbildung mit entsprechender Gehörbildungs-, Rhythmik-  und Notenlehre.

Die Kinder sollten aufgeweckt und agil sein, sowie vernünftige Möglichkeiten und vor allem die Bereitschaft zum Üben mitbringen. Es gibt auch spezielle Kinderinstrumente für einen eventuellen früheren Beginn.

Lassen Sie sich dazu von Ihrer Lehrkraft beraten.

Besondere Vorkenntnisse oder Voraussetzungen sind für das Hackbrettspiel nicht notwendig. Es kann in jedem Alter erlernt werden, ob als Anfänger oder Wiedereinsteiger.

Voraussetzungen für den Unterricht

  • gute Koordination beider Hände
  • gutes Seh- und Stehvermögen
  • gutes Aufmerksamkeitsvermögen
  • mögliches Anfangsalter: 5 / 6 Jahre

Allgemeine Informationen

Das Hackbrett ist ein Saiteninstrument, das meist mit zwei Schlägeln gespielt wird. Kennzeichnend ist der trapezförmige Korpus, über den 64 bis 115 Saiten gespannt sind. In der öffentlichen Wahrnehmung ist es vor allem als traditionelles Instrument der alpenländischen Volksmusik vertreten – das Hackbrett ist jedoch ein Weltinstrument.
Der Instrumententypus wurde und wird auch heute noch in unterschiedlichen Bauformen in verschiedensten Ländern und Regionen gespielt: In Italien, Spanien und Brasilien (Salterio, Barockhackbrett), Osteuropa (Cimablom oder Zymbal), England und Nordamerika (Dulcimer), China (Yangqin) und so weiter.

Repertoire

Das Repertoire, das auf dem Hackbrett gespielt werden kann, ist dementsprechend vielfältig: Von Alter Musik über Volksmusik und Folklore hin zu zeitgenössischer Musik. Zum Beispiel ist auch von Vivaldi ein Werk für Salterio überliefert.

Ensembles

In großen Orchesterformationen wirkt das Hackbrett selten mit, da es nicht besonders laut ist. In kleineren oder größeren Kammermusikbesetzungen kann das Hackbrett eingesetzt werden oder auch als Soloinstrument erscheinen.

Für alle Schülerinnen und Schüler, die das Hackbrett erlernen, bietet die Städtische Sing- und Musikschule die Möglichkeit an, in einem Musikzierkreis für Volksmusik mitzuspielen.

Voraussetzungen für den Unterricht

  • gute Fingerfertigkeit
  • kräftige Finger
  • nicht zu kleine und empfindliche Hände
  • mögliches Anfangsalter: 6 / 7 Jahre

Zither – alles andere als gewöhnlich!

Die Bezeichnung “Zither” stammt von “Kithara” ab, einer in Griechenland beheimateten Leierform. Durch den Wiener Zithervirtuosen Johann Petzmayer im 19. Jahrhundert hat sich der Name “Zither” eingebürgert. Das musikalische Interesse an der Zither beschränkt sich keineswegs etwa nur auf die Volksmusik, wenn auch die musikalischen und spieltechnischen Grundkenntnisse des Instruments mit ihr anschaulich und leicht verständlich vermittelt werden können. 

Das Zither-Repertoire

Von Kammermusik bis hin zu Jazz und Blues reicht die Palette des Repertoires. Der Anschaffungspreis hält sich in Grenzen und liegt nur wenig über dem Kaufpreis für Gitarren. Für unsere “Kleinen” gibt es speziell angefertigte Kinderzithern, diese ermöglichen den Beginn des Unterrichts bereits mit Eintritt in die Grundschule. Dennoch erfordert das Erlernen der Zither eine gute Koordination und Fingerfertigkeit.

Kauf oder Miete 

Da es keine Leihinstrumente seitens der Städtischen Sing-und Musikschule gibt, sollte ein eigenes Instrument angeschafft werden. Der Unterricht kann an den betreffenden Schulen auch auf einem schuleigenen Instrument stattfinden.

Voraussetzungen für den Unterricht

  • entsprechende Körpergröße zum Halten der Harfe
  • gute Feinmotorik
  • gute Ausdauer
  • Anfangsalter: 6-7 Jahre

Mehr als nur ein Engelsinstrument – Wissenswertes über die Harfe 

Die Harfe gehört zu den Zupfinstrumenten und ist eines der ältesten Musikinstrumente. Es gab sie in Form der sogenannten Bogenharfe mit sechs Saiten bereits ca. 2800 Jahre vor Christus im alten Ägypten.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sie sich immer weiter – um 1900 vor Christus zur Winkelharfe, danach zur Rahmenharfe. Die Rahmenharfen traten zuerst in Irland im 8. Jahrhundert auf. Heute kennt man diese Form der Harfe als irische oder keltische Hakenharfe. Die Pedalharfe entwickelte sich ab 1720 von der Einfachpedalharfe (heute als Tiroler Liederharfe bekannt) bis hin zur heutigen Doppelpedalharfe.

Auf der kleineren irischen Harfe können Kinder schon mit 5 oder 6 Jahren das Instrument erlernen, abhängig von der körperlichen Konstitution. Da die Harfe auf der rechten Schulter aufliegt, sollte das Kind kräftig und groß genug sein, diese halten zu können. Auch die Finger sollten nicht zu zart und empfindlich sein, da sie die Saiten zupfen müssen und dies einiges an Kraft erfordert.

Später können sie auf eine Pedalharfe umsteigen,  die ab 7 oder 8 Jahren auch Anfänger erlernen werden kann.

Das Repertoire

Auf der Harfe kann man ganz viel spielen. Die Musikrichtungen reichen von Klassik, Volksmusik über Folklore bis hin zur modernen Musik, Kammermusik sowie Jazz oder Blues.

Da es an der Städtischen Sing- und Musikschule keine Leihinstrumente gibt, müssen sich die Schülerinnen und Schüler selbst ein Instrument kaufen, oder in den verschiedenen Harfenzentren ein Leihinstrument ausleihen.
Die Lehrkräfte beraten Sie hierbei sehr gerne. 

Der Unterricht findet an den Schulen auf schuleigenen Harfen statt.